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„Music against Fascism Vol.2″ in Winsen

Am kommenden Freitag, den 23. September 2011, findet im Jugendzentrum Winsen (Luhe) ein Konzert statt, organisiert von regionalen Antifastrukturen. Wir unterstützen die örtlichen Antifaschist_Innen dabei eine antifaschistische Jugendkultur im Landkreis Harburg aufzubauen und zu etablieren.

Lineup und Spielplan:
Einlass ab 18:30
The Sustainers haben leider kurzfristig abgesagt
19:30 E123
21:00 Johnny Mauser, Captain Gigs und Marie Curry
22:00 Feine Sahne Fischfilet
23:00 Crass Defected Character

musicagainstfascism

Antifa Kundgebung mit LKW-Konzert

Am 10. September 2011 findet im niedersächsischen Dorf Tostedt eine antifaschistische Kundgebung mit LKW-Konzert statt. Unter dem Motto „Love Music, Hate Fascism – Für eine antifaschistische Jugendkultur!“ hat die Kampagne Landfriedensbruch diese erneute Antifa-Aktion in Tostedt organisiert.
Mehrere Bands wollen gemeinsam mit Antifas den Ort rocken und örtliche Antifa-Strukturen stärken.

Tostedt? Dazu fällt einem zumeist erst der Naziterror im Örtchen in der Nordheide ein. Seit Jahren ist in Tostedt eine aktive und gewalttätige Neonaziszene etabliert. Durch unzählige Übergriffe auf alle Menschen, die sie als Gegner_innen ausgemacht haben, versuchen die örtlichen Nazis eine rechte Hegemonie in Tostedt herzustellen. Das rechte Problem wurde dort zumeist totgeschwiegen oder verharmlost. In den 1990er Jahren wurden die Nazis sogar durch ein Streetworkprojekt gefördert, während gleichzeitig antifaschistische Initiativen kriminalisiert wurden.

Bis heute hält der niedersächsische Inlandsgeheimdienst, der sog. „Verfassungsschutz“ und das Landeskriminalamt seine schützenden Hände über die Nazis. Nur wenn es zu öffentlichen Protesten oder einer überregionalen medialen Resonaz kommt, gehen auch die Behörden gegen die Nazischläger vor. Dreh- und Angelpunkt der extrem rechten Szene in Tostedt ist das Ladengeschäft „Streetwear Tostedt“. Betrieben wird dieser Laden vom Naziaktivisten und verurteilten Totschläger Stefan Silar. Dieser ist nicht nur Anführer der regionalen Szene, sondern gehört auch dem Führungskreis der norddeutschen Naziszene an und organisiert regelmäßig RechtsRockkonzerte.
Für nicht-rechte und antifaschistische Jugendliche war Tostedt über Jahre fast eine NoGo-Area. Wer sich dort gegen Rechtss engagierte, musste mit Übergriffen rechnen. Eingeschlagene Fensterscheiben, beschädigte Autos, Bedrohungen auf offener Straße und Überfälle waren die Antworten der Nazis.
Im Oktober letzten Jahres haben sich verschiedene antifaschistische Gruppen aus Niedersachsen und Hamburg zur Kampagne Landfriedensbruch zusammengeschlossen, um die Tostedter Verhältnisse zu verändern, den Naziterror zu stoppen und antifaschistische Initiativen vor Ort wieder aufzubauen und zu stärken. Offensiv soll sich den Nazis dort entgegengestellt werden. So fanden u.a. Flugblattaktionen, Infoveranstaltungen, Kundgebungen und eine Demonstration statt. Mittlerweile konnten die Aktivitäten und Übergriffe der Nazis eingeschränkt werden.

Um auch weiterhin den Nazis in Tostedt auf die Füße zu treten und gleichzeitig eine antifaschistische Jugendkultur zu stärken, findet am 10. September 2011 eine antifaschistische Kundgebung mit Konzert statt.

Um die Situation in Tostedt nachhaltig zu verändern und die Neonazis zurückzudrängen, ist ein langer Atem und kontinuierliches antifaschistisches Engagement erforderlich.
Die Kundgebung mit Konzert richtet sich zum einen gegen nationalistische, rassistische und sexistische Denkweisen und zum anderen soll Jugendlichen eine Plattform geboten werden, sich zu informieren und auszutauschen. Auf Wunsch Tostedter Jugendlicher findet die Veranstaltung am 10. September 2011 statt, um ihnen einen Raum ohne Nazis zu schaffen und sie in ihrem Engagement vor Ort zu unterstützen. Erklärtes Ziel der Kampagne Landfriedensbruch ist es, mit unterschiedlichen Aktionen Aufklärung zu leisten und zu antifaschistischem Handeln gegen Neonazis in Tostedt und anderswo zu motivieren.

Kundgebung für eine antifaschistische Jugendkultur

KundgebungKonzi1

KundgebungKonzi2

Soli-Party „Take it or break it“

Flyer12
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16.7. Skaten gegen Nazis

Eigentlich war für den 16. Juli 2011 eine Kundgebung mit Skate-Contest auf der Skaterbahn geplant. Diese Veranstaltung wurde vor einiger Zeit beim Landkreis Harburg angezeigt. Kurze Zeit spät erklärte die Samtgemeinde Tostedt, dass sie die Skaterbahn nur für rein „sportliche Veranstaltungen“ zur Verfügung stellen würde und nicht für eine „politische Veranstaltung“. Auch weiterhin werden in Tostedt antifaschistische Aktionen behindert, anstatt wirkungsvolle Aktivitäten gegen die rechte Umtriebe und Strukturen vor Ort zu unterstützen. In einem solchen Klima konnte sich die neofaschistische Szene in Tostedt in den letzten Jahren verfestigen und ausdehnen. Die Kampagne Landfriedensbruch wird dennoch den Tag zu nutzen wissen und mit der Kundgebung erneut ein Zeichen setzen. Damit die Nazis in Tostedt keine Möglichkeiten finden ungestört ihren Terror fortzuführen.

Rechte Gewalt, neonazistische Gruppierungen und Parteien und Naziaufmärsche gehören mittlerweile wieder zum Alltag in Deutschland. Kaum ein Wochenende vergeht, an dem nicht irgendwo Neonazis aufmarschieren um ihre rassistischen, antisemitischen und völkischen Botschaften zu propagieren.
Gerade Tostedt hat sich in den letzten Jahren zu einem Zentrum neofaschistischer Aktivitäten entwickelt. Immer wieder kommt es hier zu Übergriffen von Neonazis auf nicht-rechte und antifaschistische Jugendliche. Das Treiben der örtlichen Neonazis wird von Seiten der Behörden und der Polizei zumeist verharmlost oder verschwiegen. Anstelle einer offensiven Auseinandersetzung mit dem Problem, ist mensch in Tostedt in erster Linie um den Ruf des Ortes bemüht.

Nazis versuchen – auch in der Nordheide – den öffentlichen Raum für sich in Beschlag zu nehmen. Sie okkupieren bewusst Dorffeste, Skaterbahnen oder Dorfplätze. In Tostedt ist der Naziladen „Streetwear Tostedt“ ein fester Anlaufpunkt für die rechte Szene geworden.

Dagegen gilt es offensiv vorzugehen. Den Nazis darf es nicht gelingen Zonen der Angst zu schaffen, die Linke oder Migrant_innen nicht mehr ungefährdet betreten können. Hier gilt es für Antifaschist_innen besonders präsent zu sein und der Dominanz der Nazis – gerade im ländlichen Raum – etwas entgegenzusetzen. Das kann bedeuten dem organisierten Neofaschismus „ihre“ Treffpunkte streitig zu machen aber auch gezielt durch antifaschistische Demonstrationen Flagge zu zeigen. Es darf kein ruhiges Hinterland für Neonazis geben – nirgendwo.

Ein wichtiger Bestandteil antifaschistischen Engagements ist es zu verhindern, dass es Neonazis oder der NPD überhaupt gelingt junge Menschen an sich zu binden. Eine linke, emanzipatorische Jugendkultur ist die beste Prävention gegen neofaschistische Einstellungen und Handlungen. Sie ist auch eine notwendige Voraussetzung zur Verschiebung des regionalen Kräfteverhältnisses. Da wo sie in Ansätzen vorhanden ist, gilt es sie zu unterstützen und zu fördern. Antifaschistische Aktionen, wie am 6. und 19. März 2011 in Tostedt, waren für einige Jugendliche aus Tostedt und Umgebung eine Initialzündung für weitergehendes politisches Engagement.

Die Selbstsicherheit von Gruppen wie der Nazi-Kameradschaft „Gladiator Germania“ oder dem sog. „Nationalen Widerstand Tostedt“ fusst auf der Erfahrung von Sanktionsfähigkeit durch Gewalt und politischer Provokation, welche sie in der Region um Tostedt ausüben können. Dieser Raum lässt sich nur durch entschiedenes Auftreten und deutlicher Artikulation einer gegenteiligen Position begrenzen. Eine rechte Jugendkultur wie in Tostedt, die es nicht gewohnt ist mit ernsthaftem Widerstand konfrontiert zu sein, ist nur durch Erhöhung des politischen Drucks zu bekämpfen. Dazu waren die Aktionen der antifaschistischen Kampagne Landfriedensbruch erste Schritte, die durchaus dafür gesorgt haben, dass die örtlichen Neonazis in ihrem Handeln eingeschränkt wurden und die Anzahl der Übergriffe zurückgegangen ist.

Mit einer erneuten Kundgebung will die Kampagne Landfriedensbruch am 16. Juli 2011 wieder in Tostedt aktiv werden.
Unter dem Motto „Skaten gegen Nazis – Für eine antifaschistische Jugendkultur“ findet die Kundgebung auf dem Parkplatz hinter dem Bahnhof (Zinnhütte) statt. Beginn ist um 12 Uhr.

>> Mobivideo

Braune Schatten…

Informationsveranstaltung über Neonazis in Tostedt und extrem rechte Aktivitäten und Strukturen in der Nordheide. Mit dem Journalisten und Autoren Andreas Speit (Hamburg).

Diese Veranstaltung war zunächst für den 23. Februar geplant. Nachdem der Vermieter des Veranstaltungsraumes unter Druck gesetzt wurde, mussten die Veranstalterinnen die Veranstaltung aus Sicherheitsgründen absagen.

Die Veranstaltung wird jetzt unter freiem Himmel durchgeführt.

Sonntag, 6. März 2011
14 Uhr
Am Sande,2
Tostedt

>> Ankündigung (PDF)
>> weitere Informationen (PDF)
>> Pressemitteilung der Landtagsfraktion Die Linke (PDF)

>> Veranstaltungsrückblick auf antifainfo.de
>> Bilder zur Veranstaltung
>> Artikel im Wochenblatt